Girls’Day Akademie

IDEE

Der Girls‘Day war klasse, ist aber leider schon wieder vorbei? Jetzt gibt es die Girls‘Day Akademie auch in Hamburg! Die Girls’Day Akademie richtet sich in erster Linie an Schülerinnen der Klasse 9 an Stadtteilschulen. Die teilnehmenden Schülerinnen befinden sich in der Berufsorientierungsphase, sind technisch und naturwissenschaftlich interessiert oder wollen in diesem Bereich einen intensiven und praxisnahen Einblick in MINT-Berufe (Ausbildungsberufe und Studiengänge) bekommen.

ZIELE

Über abwechslungsreich gestaltete Angebote soll das Interesse der Mädchen an Technik und Naturwissenschaften gestärkt und ein direkter Kontakt zu potenziellen Ausbildungsbetrieben und Hochschulen hergestellt werden. Der Mehrwert liegt vor allem in dem eigenen Erleben und Erproben praxisnaher und praktischer Tätigkeiten.

Das Projekt erzielt für alle Beteiligten einen Nutzen – Schülerinnen gewinnen eine vertiefte Berufsorientierung in technischen Berufen und im Gegenzug können Unternehmen ihren Betrieb vorstellen sowie ihre attraktiven Arbeitsplätze an potenzielle künftige Auszubildende herantragen.

UMSETZUNG

Die Girls’Day Akademie Hamburg ist für die Dauer des Schuljahrs 2016/2017 angelegt. Die Module finden zu fest vereinbarten Terminen im Nachmittagsangebot der Schulen sowie ggf. an Wochenenden und in den Ferien statt. Insgesamt werden 120 Unterrichtseinheiten pro Schuljahr durchgeführt, wobei jeweils 40 Unterrichtseinheiten auf folgende Module entfallen:

  • Technische Workshops
  • Workshops zum Selbstmanagement
  • Besuche/Praktika bei Betrieben und Hochschulen

HINTERGRUND

Die junge Frauengeneration in Deutschland verfügt über eine besonders gute Schulbildung. Dennoch entscheiden sich Mädchen im Rahmen ihrer Ausbildungs- und Studienwahl noch immer besonders häufig für typisch weibliche Berufsfelder.

Die Girls’Day Akademie ist für den Wirtschaftsstandort Deutschland und im Speziellen für Hamburg von großem Interesse, da insbesondere die MINT-Branchen ein hohes Innovationspotenzial aufweisen. Untersuchungen wie das „MINT Nachwuchsbarometer 2015“ der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften und der Körber-Stiftung zeigen, dass vor allem der Anteil der Schülerinnen in MINT-Ausbildungsberufen stagniert. Wie bereits in den Jahren davor, empfehlen die Autoren, das Interesse der Mädchen an MINT-Themen und das Selbstvertrauen in die eigene MINT-Kompetenz zu stärken. Eine wichtige Rolle spielen die Eltern, die Mädchen fünfmal häufiger von einer MINT-Ausbildung abraten als Jungen.

Vor diesem Hintergrund ist die gezielte Förderung von Mädchen in den Klassenstufen 5-9 (ggf. auch 10) wichtig, um sie in ihrem Interesse zu bestärken und mögliche Berührungsängste zu MINT-Themen abzubauen.

In Hamburg gibt es bisher kein Programm, das speziell Mädchen der 9. Klasse von Stadtteilschulen im MINT-Bereich adressiert. Die GDA setzt genau an diesem Punkt an. Sie bietet teilnehmenden Mädchen einen vertieften Einblick in Fachbereiche und Aufgaben des MINT-Sektors am Beispiel von gewerblich-technischen Tätigkeiten in der Metall- und Elektroindustrie und stärkt sie in ihrer Berufswahlkompetenz.

PROJEKTPARTNER

Das Projekt wird im Schuljahr 2016/2017 durch die Agentur für Arbeit Hamburg und Nordmetall Verband der Metall- und Elektroindustrie e.V. gefördert.

Die Schirmherrschaft hat Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg, übernommen.

 

KONTAKT UND KOORDINIERUNG

gefas - Gesellschaft für Arbeitsmarkt- und Strukturpolitik
- Institut der Unternehmensverbände Nord - e.V.
c/o Bildungswerk der Wirtschaft Hamburg e.V.
Silke Lorenz
Kapstadtring 10
22297 Hamburg
Tel: 040/6378 4530
Fax: 040/3678 4599
E-Mail: GDA(at)gefas-uv.de

Materialien

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