Sprach- und Leseförderung

 

Etwa ein Fünftel der Schüler der neunten Klassen in allgemeinbildenden Schulen hierzulande erreicht nach den Ergebnissen der PISA-Studie nicht die minimal erforderlichen Lesefähigkeiten. Dabei finden sich die so genannten Risikoschülerinnen und -schüler vor allem an Hauptschulen und an den Gesamtschulen.

In einer repräsentativen Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln bemängelten über 90 Prozent der ausbildungsaktiven Unternehmen die Kenntnisse der Rechtschreibung und Zeichensetzung sowie der schriftlichen Ausdrucksfähigkeit der Ausbildungsplatz-Bewerber (Siehe Graphik: Schulabsolventen: Was von ihnen erwartet wird).

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Wer nach neun oder zehn Jahren Schulunterricht nicht in der Lage ist, einfache Texte zu verstehen oder kurze Mitteilungen verständlich zu schreiben, wird es schwer haben, eine Ausbildung abzuschließen. Das Schulsystem sorgt kontinuierlich für eine weitere Zunahme der Zahl der funktionalen Analphabeten in der Bevölkerung, also der Personen mit nicht ausreichenden Lese- und Schreibfähigkeiten: Momentan umfasst diese allein 7,5 Millionen Menschen oder rund 14 Prozent der deutschen Bevölkerung zwischen 18 und 65 Jahren.

Um dem Entstehen von Defiziten beim Lesen und Schreiben im Schulsystem entgegenzuwirken, ist es unter anderem notwendig,

  • sprachliche Kompetenzen auf der Basis von Bildungsplänen früh zu fördern,
  • die Förder- und Lernstands-Diagnostik zu stärken,
  • grundlegende Sprachkompetenzen zu automatisieren, da sie die Basis des weiteren Erwerbs von Kenntnissen sind,
  • und für den Erwerb und die Förderung der Schriftsprache genügend Lernzeit vorzusehen.

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